Queer Market Amsterdam ist für uns einer der Orte, an denen World Pride 2026 im Alltag wirklich sichtbar wird. Hier kommen queere Unternehmer:innen, Künstler:innen und LGBTQ+-Reisende zusammen, und dein Pink Dollar bleibt in der Community, statt im anonymen Mainstream zu verschwinden. Wir haben uns im Queer Market Store und auf dem XXL Queer Market in Amsterdam-Noord umgeschaut. Dazu sprachen wir für Couple of Men mit dem Gründer Sebastian und der Künstler:in Maria über die Bedeutung des Queer Markets und des queer Shopping für die LGBTQ+-Community in Amsterdam und den Niederlanden.
– bezahlte Zusammenarbeit mit WorldPride Amsterdam & Booking.com –

Queer Market Store: Queer Shopping in Amsterdam Center-West
Wir starten auf unseren Rädern in Richtung Center-West durch den Westerpark und folgen der Haarlemmerdijk. Die Straße kennen viele von euch schon aus unserem Amsterdam Gay Travel Guide: kleine Boutiquen, Cafés, Spezialläden, alles dicht an dicht. Am westlichen Ende bleibt unser Blick jedes Mal an einem Schaufenster hängen, dem von Queer Market Amsterdam.
Das Logo ist groß und sichtbar und die Regenbogenflagge am Eingang lässt keinen Zweifel daran, wer hier willkommen ist. Vor dem Laden stehen bereits ein paar queere Kleinigkeiten zum Mitnehmen. Drinnen erwartet uns eine Mischung aus Kunst, Design, Kleidung, Schmuck und Geschenken von queeren und lokalen Makers. Diese Adresse ist für uns ein fixer Tipp für alle, die zur WorldPride nach Amsterdam kommen und nach einem queeren Shop suchen, in dem sie bewusst einkaufen können: Queer Market Amsterdam auf der Haarlemmerdijk, etwa zehn Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof Amsterdam Centraal entfernt.
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Sebastian: Eine Bühne für kleine queer makers
Im Laden treffen wir Sebastian, den Gründer des Queer Market in Amsterdam. Er erzählt uns, wie er vor einigen Jahren aus Utrecht nach Amsterdam gezogen ist und direkt in einer Straße voller Pride-Fahnen gelandet ist. Für ihn war das ein sehr konkretes „Willkommen in deiner neuen queeren Heimat“. Aus dieser Erfahrung und aus der Arbeit mit kleinen Unternehmer:innen ist die Idee für den Queer Market entstanden.
Sebastian beschreibt den Store und die Marke als Plattform für kleine queere Makers. Er sagt, sie wollten einerseits „Small Makers eine Stimme geben“, andererseits einen Ort schaffen, an dem Menschen gezielt „queer shoppen“ können. Er sucht bewusst eine diverse Mischung aus LGBTQ+-Unternehmer:innen aus Amsterdam, aus kleinen Städten und Dörfern in den Niederlanden und aus internationalen Szenen wie Berlin oder Kopenhagen. Große Marken interessieren ihn weniger. Im Mittelpunkt stehen die Leute, die sich sonst keine Regale und keinen Verkaufsraum leisten könnten.

Was ihr im Queer Market Store findet
Während wir uns durch den Laden bewegen, wird klar, dass Queer Market Amsterdam mehr ist als „nur“ ein Geschäft. Vielmehr verstehen wir das Ladenkonzept als einen dicht kuratierten Raum, der viele Facetten queerer Kultur zeigt. Einige Beispiele, die wir euch ans Herz legen wollen:
Queer Beer: Sebastian’s eigenes Label. Die Namen der Biere greifen queere Wortspiele auf, wie etwa IPGay. Das Pride Pale Ale hingegen wurde speziell für World Pride in Amsterdam abgefüllt. Pro Bierdose geht ein Teil des Erlöses an queere Organisationen.
Gay Sauna Board Game und „The Dick Sits“: Brettspiele, die queere Themen mit Humor aufgreifen. Sie haben sogar einen eigenen Gayming-Abend in Amsterdam. Wenn ihr nach der Lektüre unseres Gay Cruising Guides neugierig geworden seid, was es jenseits von Darkrooms und Bars an spielerischen Formaten gibt, dann findet ihr hier einen guten Einstieg.
Wei’s Chili: Ein kleines Glas Chiliöl, das uns sofort überzeugt hat. Ein Beispiel dafür, wie Kulinarik Teil der queeren Economy wird. Ein lokales Produkt, das nicht von einer großen Food-Marke stammt, sondern direkt von einer Person, die ihre Geschmacksvorstellungen in ein eigenes Label verwandelt.
Zwischen Art Prints, Keramik, Karten und Kleidung fällt uns immer wieder Schmuck von Substance Lab ins Auge. Die schweren Chains und Carabiner erzählen schon im Laden eine Geschichte. Genau dort setzt unser nächster Besuch an.

Substance Lab: Schmuck für Körper, die sich bewegen
Vom Haarlemmerdijk aus fahren wir mit unseren Rädern durch den Westerpark in Richtung Houthavens. Diese Route empfehlen wir allen, die Amsterdam gern aktiv und abseits der klassischen Routen entdecken möchten. Unser Ziel ist das Studio von Maria, der Person hinter Substance Lab.
Maria erzählt uns, wie sie über die Rave-Szene und die Nail Art in die lokale queere Community gelangte. Während der Pandemie begann sie, sich Nägel im Rave-Stil machen zu lassen. Aus Kund:innen wurden Freund:innen; sie wurde zu Partys eingeladen und fand dort ihre queere Familie. Für sie bedeutet es alles, Teil der LGBTQ+-Community in Amsterdam zu sein: Es ist ihr Umfeld, in dem sie zu hundert Prozent sie selbst sein kann, ohne Filter.

Ihr Schmuck ist klar in der Ravekultur verwurzelt. Maria sagt, ihre Pieces sind für „bodies that move and don’t apologize“. Das sieht man den Designs an: schwere Ketten, industrielle Formen und Karabiner als zentrale Elemente. Diese Anmutung ist nicht zufällig, sie greift Codes aus der queeren Szene und aus BDSM-Kontexten auf. Gleichzeitig sind die Stücke genderneutral und passen für alle, die auf dem Dancefloor oder im Alltag mit einem sichtbaren Statement unterwegs sein wollen.

Marias Lieblingsort zum Tanzen in Amsterdam ist der Club Raum. Die Location haben wir bereits in unserem Nightlife-Content erwähnt. Maria beschreibt den Klub als Venue mit einer starken queeren Community, in dem sie sich sicher fühlt. Wer unsere Pride-Artikel liest und nach einem „most inclusive place to dance“ sucht, findet darin und durch Marias Perspektive eine sehr klare Empfehlung.

Besonders stark fanden wir ihre persönliche Brand-Story. Sie hat ihren Corporate-Job aufgegeben, um Substance Lab aufzubauen. Sie sagt, dieser Schmuck sei das erste Projekt, an das sie vollständig glaubt. Die Marke ist ihr „Self ohne Filter“, und sie ist zum ersten Mal seit Langem wirklich begeistert, wenn sie an ihre eigene Zukunft denkt. Diese Art von Entscheidung ist es, die queere Entrepreneur-Szenen ausmacht: bewusst aus der Norm herauszutreten, um etwas Eigenes aufzubauen.
Queer Market XXL auf der NDSM-Werft
Am nächsten Tag treffen wir Maria schon wieder. Doch dieses Mal nicht im Studio, sondern draußen auf dem NDSM-Gelände in Amsterdam-Noord. Mehrmals im Jahr organisiert Sebastian dort den Queer Market XXL. Für World Pride Amsterdam sollte diese Ausgabe noch größer und sichtbarer sein.

Die NDSM-Werft ist ohnehin ein spannender Ort: alte Industriehallen, Street-Art, Blick auf das Wasser des IJ Flusses, Pllek als Restaurant und Strandspot. Mittendrin steht der XXL-Markt mit mehr als 50 Ständen. Wir schlendern über das Gelände, sehen Menschen, die Marias Schmuck anprobieren, kleine Labels, die ihre Produkte vorstellen, DJs, Workshops, Food-Stände.

Maria erzählt uns, dass Events wie der Queer Market XXL eine weitaus größere Bedeutung haben als ein bloßes Pride-Programm. Denn sie ermöglichen queeren Artists, ihre Arbeiten zu zeigen, ihre Kund:innen direkt zu treffen und mit ihrer Kunst Geld zu verdienen. Kunst zu machen, ist anspruchsvoll. Räume wie diese helfen dabei, sichtbar zu bleiben, ohne sich für die eigene Identität verbiegen zu müssen.

Für uns fügt sich hier alles zusammen: Sebastians kuratierter Store, Marias rave-inspirierter Schmuck und der offene Markt auf dem Gelände der NDSM-Werft. Was in einem Ladenregal beginnt, findet hier im direkten Austausch zwischen queeren Makers und Besucher:innen seinen Niederschlag. Pride in Amsterdam mag der Anlass für diesen Artikel sein, aber die Struktur existiert über das Event hinaus. Genau das möchten wir hervorheben.



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Queere Räume in Amsterdam: über den WorldPride hinaus
In unseren bisherigen Artikeln über Pride, vom Homomonument und Pink Point über die Canal Parade bis zur Geschichte der Pride-Bewegung, ging es viel um Symbolik, Geschichte und große Events. Queer Market Amsterdam und Queer Market XXL zeigen uns eine andere Ebene: queere Räume, die im Alltag existieren und uns nicht nur zum Feiern, sondern auch zum bewussten Unterstützen einladen.
Maria betont die Kommunikation in der unabhängigen queeren Business-Szene: Sie beschreibt sie als freundlich, empathisch, aufmerksam. Für sie ist es das beste Arbeitsumfeld, das sie bisher erlebt hat. Sebastian spricht von Sichtbarkeit, von Plattformen für kleine Unternehmer:innen. Zusammen stehen sie für eine Art von Wirtschaft, in der queere Menschen neben einer Zielgruppe, auch handelnde Personen sind, die dabei auch noch etwas bewirken können.


Amsterdam hat viele solcher Orte: Bars, Klubs, Läden und Community Spaces. Queer Market Amsterdam und der XXL-Markt sind für uns Beispiele, die gut zeigen, wie diese Szene funktioniert. Wenn ihr euch mit der Geschichte und den Meilensteinen beschäftigen wollt, empfehlen wir euch weiterhin unsere Artikel zum Homomonument, zu Pink Point und zu den Anfängen der Pride-Historie. Wenn ihr aber sehen wollt, wie sich queeres Leben heute beim Shoppen, im Design und bei kleinen Labels zeigt, gehört ein Besuch im Queer Market auf eure Liste.

Eure Pink-Dollars in der Community behalten
Zum Schluss möchten wir noch konkreter werden. Wenn du zur World Pride nach Amsterdam kommst oder einen queeren Citytrip planst, hast du viele Möglichkeiten, lokal und queer zu unterstützen. Der Queer Market Amsterdam und der Queer Market XXL sind zwei Orte, an denen deine Pink Dollar direkt in der Community bleiben:
- Besuche zuerst den Queer Market Store auf der Haarlemmerdijk. Nimm dir Zeit, durch die Regale zu stöbern, mit Sebastian und den Menschen im Laden zu sprechen und dir ein Stück auszusuchen, das dich an deine Reise erinnert.
- Prüfe, ob der Queer Market XXL während deiner Reisezeit auf der NDSM-Werft stattfindet. Nutze die kostenlose Fähre nach Noord, schlendere am Wasser entlang und verbringe dort ein paar Stunden zwischen Ständen, DJs und Food. Wenn du unser Reel anschaust, bekommst du einen guten Eindruck von der Stimmung vor Ort.
- Ergänze deinen Besuch beim Queer Market um weitere queer-friendly Orte, die wir auch im Reel und im Interview erwähnen: FAC Shop, Male & Female, Pamela für Drinks, Club Raum zum Tanzen.
Reisetipps rund um Queer Market, Westerpark und NDSM
Wenn du deinen Besuch im Queer Market Amsterdam planen willst, lohnt es sich, Center-West, Westerpark, Houthavens und die NDSM-Werft als kleine Pride-Route zu planen. Du kannst hier queer shoppen, am Wasser spazieren gehen, feiern und in Travel Proud-Hotels übernachten, die ausdrücklich LGBTQ+-Reisende willkommen heißen.
Anreise und Route
- Starte im Stadtzentrum oder direkt am Hauptbahnhof und spaziere zur Haarlemmerdijk. Der Queer Market Store liegt nur wenige Minuten zu Fuß entfernt und ist ideal, um deinen Tag mit Queer-Shopping in Amsterdam zu beginnen.
- Von dort kannst du mit dem Fahrrad durch den Westerpark Richtung Houthavens fahren. Die Route führt dich durch Grünflächen und entlang moderner Architektur mit Blick aufs Wasser.
- Für die NDSM-Werft nimmst du die kostenlose Fähre vom Hauptbahnhof nach Amsterdam-Noord. Von der Anlegestelle aus läufst du in wenigen Minuten über das Gelände zum Queer Market XXL und zu Pllek.

Travel-Proud-Hotels im Westerpark, dem Houthavens und in Amsterdam-Noord
Wenn du deine Pink Dollar nicht nur beim Shopping, sondern auch bei der Übernachtung bewusst einsetzen willst, sind Travel Proud Hotels eine gute Wahl. Sie richten ihre Teams gezielt auf LGBTQ+-Gäste aus und sind damit eine verlässliche Basis für deinen Pride-Trip. Drei Bereiche bieten sich in dieser Kampagne besonders an:
SWEETS – Willemsbrug (Westerpark)
Wenn du in der Nähe des Queer Market Stores und des Westerparks übernachten möchtest, passt SWEETS – Willemsbrug gut zu dieser Route. Das kleine Bridge House liegt am Nassauplein, mit Blick auf den Kanal, zwischen Zentrum, Jordaan und Westerpark. Von dort bist du in wenigen Minuten mit dem Rad oder zu Fuß an der Haarlemmerdijk und damit beim Queer Market Amsterdam. Zum SWEETS – Willemsbrug über unseren Affiliate-Link >
Houthavens: Moxy Amsterdam Houthavens
In den Houthavens ist das Moxy Amsterdam Houthavens eine gute Wahl. Das Hotel liegt direkt am Wasser in einem neuen Hafenviertel und ist bereits Teil deiner Kampagne, unter anderem als Travel-Proud-Partner für World Pride Amsterdam. Von dort kommst du schnell Richtung Westerpark und Center-West und hast gleichzeitig die moderne Hafenarchitektur vor der Tür. Zum Moxy Amsterdam Houthavens über unseren Affiliate-Link >
Botel (NDSM / Amsterdam Noord)
Wenn du für den Queer Market XXL und andere Events auf der NDSM-Werft bleiben willst, ist Botel ein praktischer Ausgangspunkt. Das Boot-Hotel liegt direkt am NDSM-Kai und ist als Proud Certified Property bei Booking.com ausgewiesen. Du hast den Markt, Pllek, Street-Art und die kostenlose Fähre zur Innenstadt direkt vor der Tür. Zum Botel über unseren Affiliate-Link >

Weitere Blogartikel für deine Reiseplanung nach Amsterdam:
- Homomonument & Pink Point: LGBTQ+-Pride und queere Geschichte in Amsterdam
- Amsterdam Bären-Community: Bear Bars, Clubs & Events für schwule Bären
- Guide für den Schwulen-(FKK-)Strand in Amsterdam – Zandvoort
- Amsterdam-Cruising-Guide 2026 für schwule Männer: Saunen, Bars und Orte im Freien
- Wie KLM als Sponsor der WorldPride 2026 in Amsterdam Pride, Diversity und LGBTQ+ Reisende unterstützt
TravelProud mit Couple of Men & Booking.com

TravelProud von Booking.com: „Wir filtern Orte, keine Menschen.“
Als queere Reisende, die regelmäßig selbst die „TravelProud“-Unterkünfte von Booking.com nutzen, freuen wir uns darüber, deren LGBTQ+-inklusive Reiseerlebnisse auf der ganzen Welt zu unterstützen. Mehr als die Hälfte der LGBTQ+-Reisenden hat auf Reisen schon Diskriminierung erlebt. Das muss sich ändern.
Deshalb hat Booking.com das „TravelProud“-Programm ins Leben gerufen: um Unterkünften zu helfen, die besonderen Herausforderungen zu verstehen, denen queere Reisende gegenüberstehen, und um einen sicheren und einladenden Aufenthalt zu gewährleisten, überall auf der Welt.
Mehr Amsterdam-Tipps für deine Pride-Reise
Wenn ihr eure Pride-Reise weiter planen möchtet, schaut gern in unsere anderen Artikel: unseren Überblick zu Gay-Couple-Reisen durch die Niederlande, unseren Unity World Pride-Beitrag, die Canal-Pride-Tipps, den Amsterdam Gay Travel Guide und die Beiträge zur Bear Community, zu Cruising und zum Gay Beach in Zandvoort.
Zusammen mit Queer Market Amsterdam ergibt sich ein Bild einer Stadt, in der Pride nicht nur ein Event ist, sondern Teil des Alltags.
Hast du Lust auf mehr unserer LGBTQ+-Reisen, auf queere Outdoor-Erlebnisse, auf Pride-Trips oder auf andere Ziele in den Bergen?
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Hinweis: Dieser Artikel wurde in enger Zusammenarbeit mit WorldPride Amsterdam und Booking.com ermöglicht. Dennoch basieren unsere Meinungen und Texte, wie immer, auf unseren ganz persönlichen Erfahrungen. Alle Fotos und Videos in diesem Artikel haben wir selbst aufgenommen.


