Wir kehren immer wieder zu diesem besonderen Platz, dem Westermarkt, in Amsterdam zurück. Nicht nur weil er schön ist (das ist er), sondern weil er den Ort für eine kraftvolle Wahrheit birgt: Wir stehen auf den Schultern von Held:innen. Jeder Besuch am Homomonument erinnert uns an die LGBTQ+-Aktivist:innen, die vor uns gekämpft haben, damit wir heute lieben, zusammenkommen und sichtbar sein können. Im Herzen von Amsterdam, neben der historischen Westerkerk und nur wenige Schritte vom Anne-Frank-Haus entfernt, haben das Homomonument und der Pink Point eine große Bedeutung für queere Reisende, LGBTQ+ Allies und Einheimische gleichermaßen. Während der WorldPride 2026 in Amsterdam Fahrt aufnimmt, möchten wir dir diesen besonderen sicheren Ort in Amsterdam vorstellen, der symbolisch Erinnerung und Widerstandskraft im queeren Herzen der niederländischen Hauptstadt vereint.

Was ist das Homomonument in Amsterdam?
Das Homomonument wurde am 5. September 1987 eingeweiht und ist das erste Denkmal der Welt, das LGBTQ+-Menschen gewidmet ist, die aufgrund ihrer Identität verfolgt wurden. Die Künstlerin Karin Daan entwarf es als großes, rosafarbenes Granitdreieck. Im Pflaster eingelassen zeigen seine drei Spitzen symbolisch zum Anne-Frank-Haus (das für die Vergangenheit steht), zum Dam-Platz/Nationaldenkmal (das die Gegenwart repräsentiert) und zum LGBTQ+-Communityzentrum COC (als Symbol für die Zukunft). Jede Richtung steht für eine andere Dimension queerer Erinnerung und des Widerstands: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Geschichtlicher Abstecher: Wusstest du, dass das rosa Dreieck ein Abzeichen der Nationalsozialisten war, das queeren Häftlingen in den Konzentrationslagern des Dritten Reiches zugewiesen wurde? Heute hat die queere Community das Abzeichen zurückerobert, ein Symbol des LGBTQ+-Widerstands.
Wichtige Fakten zum Homomonument
- Eingeweiht: 5. September 1987
- Designer: Karin Daan
- Form: rosa Dreieck
- Symbolik: Vergangenheit (Anne-Frank-Haus), Gegenwart (Parlament), Zukunft (COC)
Die Entstehung geht auf eine Grassroots-Bewegung in den 1970er- und 80er-Jahren zurück, einer Zeit, in der öffentliche queere Sichtbarkeit noch auf starken Widerstand stieß. Das Denkmal soll die Besucher:innen einladen, sich zu versammeln, Widerstand zu leisten und gemeinsam zu heilen. Ob bei einer Protestaktion, einer Gedenkveranstaltung oder in einem stillen Moment in der Dämmerung. Das Homomonument steht als lebendiges Symbol für Widerstandskraft und Stärke. Es soll uns daran erinnern, dass queere Historie nicht nur eine Geschichte des Kampfes ist, sondern auch eine von Mut, Solidarität und pausenlosem Pride.
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Pink Point: Amsterdams LGBTQ+-Infozentrum & queere Installation
Direkt neben dem Homomonument findest du den Pink Point Amsterdam, einen kleinen, aber kraftvollen Kiosk, der als offizielles Informationszentrum für LGBTQ+-Reisende und Einheimische dient. Seit 1998 erhältst du dort kostenlose Karten, hilfreiche Sicherheitstipps und queer-orientierte Reiseberatung. Pink Point ist seit jeher ein Leuchtturm der Sichtbarkeit und ein Treffpunkt für queere Menschen aus aller Welt. Ferner findest du eine kuratierte Auswahl an Merchandise, darunter Pride-Flaggen, Postkarten, Buttons und die beliebten Porzellanfiguren zweier kleiner, gleichgeschlechtlicher Figuren aus den Niederlanden, die sich küssen.
Was du bei Pink Point findest
- Kostenlose LGBTQ+-Karten und -Guides
- Informationen zu Sicherheit und Pride-Veranstaltungen
- Queere Souvenirs: Postkarten, Flaggen, Buttons
- Ikonische Geschenke: Porzellanfigürchen von küssenden niederländischen Paaren
- Inhaber Stefaan gibt dir gerne Einblicke in die LGBTQ+-Szene Amsterdams.
Für uns hat dieser Ort eine persönliche Bedeutung. Damals, kurz nach seinem Coming-out, als Karl beim Gerede e.V. in Dresden arbeitete, träumte er davon, für seine Community einen Pink-Point-ähnlichen Raum zu schaffen. Auch wenn dieser Traum nicht in genau dieser Form Wirklichkeit wurde, half seine Arbeit dort, eine ähnliche Stütze aufzubauen. Heute besuchen wir den Pink Point nicht nur als Touristen, sondern als dankbare Mitglieder einer globalen queeren Familie.


Die Symbolik der Westerkerk und von Anne Frank
Direkt neben dem Homomonument erhebt sich die Westerkerk, eine der bekanntesten protestantischen Kirchen Amsterdams. Aus dem Hinterhaus, in dem Anne Frank sich versteckte, schrieb sie darüber, wie sie die Glocken der Kirche läuten hörte. Das Dreieck aus Westerkerk, Homomonument und Anne-Frank-Haus schafft eine zutiefst emotionale Verbindung, die Erinnerung, Verlust und Widerstandskraft verkörpert. Die Nähe dieser drei Orte erzählt eine kraftvolle Geschichte: von jüdischer Verfolgung, queerer Unterdrückung und kollektiver Erinnerung. Für uns holt das Nachhallen der Glocken der Westerkerk die Vergangenheit in die Gegenwart und schafft so eine Klanglandschaft der Besinnung.

Nimm dir einen Moment, um die Inschrift im Granit zu lesen: “Naar Vriendschap Zulk een Mateloos Verlangen”, die auf Deutsch “Ein so grenzenloses Verlangen nach Freundschaft” bedeutet. An diesem Ort verschmelzen Gedenken und Aktivismus und erinnern uns daran, dass der Kampf für Gerechtigkeit weitergeht und wir denjenigen, die vor uns kamen und für ihre Rechte und unsere gekämpft haben, großen Dank und tiefe Verpflichtung schulden.

Jährliche Veranstaltungen am Homomonument
Das ganze Jahr über finden hier Veranstaltungen statt, die die LGBTQ+-Community, Allies und Besucher:innen zusammenbringen, um der verlorenen Leben zu gedenken und queere Widerstandskraft zu zelebrieren. Am 4. Mai begehen die Niederlande den nationalen Gedenktag mit einer feierlichen Zeremonie. Hier am Homomonument wird den LGBTQ+-Opfern des Zweiten Weltkriegs und der fortwährenden Verfolgung durch Reden, Kranzniederlegungen und eine Schweigeminute gedacht.
Am darauffolgenden Tag, dem 5. Mai, markiert der Befreiungstag den Übergang von der Trauer zur Feier. Dieser Stimmungswechsel von Trauer zum Jubel spiegelt den doppelten Zweck des Homomonuments wider. In den Wochen vor der Amsterdam Pride ist das Monument Teil des Pride Walks sowie weiterer inklusiver Veranstaltungen wie der Drag Olympics. Am 20. November findet hier der Transgender Day of Remembrance statt, der uns an die durch transfeindliche Gewalt verlorenen Leben erinnert und an die Bedeutung fortwährender Fürsprache und gemeinschaftlicher Unterstützung.

Wichtige Veranstaltungen am Homomonument im Überblick:
- 4. Mai: Nationaler Gedenktag: Gedenkfeier für LGBTQ+-Opfer des Zweiten Weltkriegs und für die anhaltende Verfolgung. Das Homomonument richtet eine offizielle Zeremonie mit Kranzniederlegung und zwei Minuten Schweigen für LGBTQ+-Opfer des Holocausts und für heute noch verfolgte Menschen aus.
- 5. Mai: Befreiungstag: Der Befreiungstag wird mit lebhaften Community‑Veranstaltungen gefeiert, oft mit Tanzdarbietungen und Konzerten.
- Amsterdam Pride (Juli): Organisiert queere Veranstaltungen vor der Pride in Amsterdam, darunter den Pride Walk sowie weitere Community‑Treffen.
- 20. November: Transgender Day of Remembrance: Kerzenwache zum Gedenken an verstorbene trans Menschen
- Ganzjährig: ein Ort des Gedenkens und queerer Solidarität

So besuchst du Pink Point und das Homomonument in Amsterdam
Für uns ist die Planung eines Besuchs der Pink Points und des Homomonuments ganz unkompliziert, und sie gehören zu den eindrucksvollsten Stationen, die du in Amsterdam besuchen kannst. Die Adresse lautet Westermarkt 1016 DK. Die Anlage liegt zentral und ist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Trams 13 und 17 halten am Westermarkt, und vom Hauptbahnhof sind es nur 10–15 Minuten zu Fuß.
Der Pink Point ist in der Regel täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten können jedoch je nach Saison variieren. Wir empfehlen dir, am Nachmittag oder bei Sonnenuntergang vorbeizuschauen, wenn du eine ruhige, nachdenkliche Atmosphäre suchst. Der Bereich ist meist sowohl von Tourist:innen als auch von Einheimischen gut besucht, besonders während Pride-Veranstaltungen und Gedenktagen.
Während das Homomonument als Freiluftdenkmal rund um die Uhr und das ganze Jahr über geöffnet ist, denk bitte daran, dass es sich um einen Ort des Gedenkens und des Respekts handelt. Respekt ist wichtig, besonders bei organisierten Zeremonien. Ob du zum Nachdenken kommst, im Pink Point einkaufen willst oder dich einfach hinsetzt und alles aufnimmst: Dieser Ort bietet eine ruhige, kraftvolle Bestätigung queeren Lebens und queerer Geschichte im Herzen von Amsterdam.
Lesetipp: Erfahre mehr über LGBTQ+ Monumente und queere Memorials weltweit

LGBTQ+-Reisetipps: So holst du das Beste aus deinem Besuch
Amsterdam gehört zu den LGBTQ+-freundlichsten Städten Europas. Ein Besuch des Homomonument und von Pink Point sollte für queere Reisende einfach dazugehören. Beginne deine Erkundung am Pink Point: Hol dir kostenlose Karten und sprich mit den Freiwilligen über aktuelle Veranstaltungen, Sicherheitstipps und lokale LGBTQ+-Angebote. Die Stadtteile Jordaan und Oud-West in der Nähe bieten zahlreiche queerfreundliche Cafés, Läden und kulturelle Treffpunkte.
Verpasse nicht die Gelegenheit, das Anne-Frank-Haus zu besuchen, das eindringliche Einblicke in die weitreichende Geschichte der Verfolgung bietet. Denke während deines gesamten Aufenthalts daran, dass dieser Ort sowohl Raum zum Feiern als auch zum Gedenken ist. Respektiere die besondere Bedeutung des Homomonuments, vor allem, wenn sich Menschen zum Innehalten oder zu einer Zeremonie versammeln. Wenn du während einer Pride-Veranstaltung oder einer Gedenkveranstaltung in der Stadt bist, plane mitzumachen, und erlebe die lebendige Bedeutung dieses historischen Ortes.
Im Inneren von Pink Point Amsterdam: Interview mit dem Inhaber Stefaan van der Sleen
Im Rahmen unserer WorldPride 2026-Berichterstattung haben wir uns mit Stefaan van der Sleen zusammengesetzt, dem Inhaber von Pink Point Amsterdam – LGBTQ+ Info & Gifts. Was als bescheidener Informationswagen an den Wochenenden begann, ist zu einem der weltweit sichtbarsten queeren Informationspunkte geworden, direkt neben dem Homomonument im Herzen Amsterdams. Stefaan erzählte uns von seinem zutiefst persönlichen Weg, der sich wandelnden Rolle des Pink Point und warum dieser Ort heute mehr denn je Bedeutung hat.
Kannst du uns erzählen, wie der Pink Point entstanden ist? Und wie bist du dazu gekommen?
Stefaan: Die Geschichte von Pink Point Amsterdam begann 1998 als mobiler Infowagen, dem Pink Point of Presence, für die Gay Games. An den Wochenenden wurde er ausgefahren, damit LGBTQ+-Reisende Fragen zum Homomonument in Amsterdam stellen konnten, das damals noch als erstes und einziges queeres Denkmal galt. Schließlich ersetzte 1999 ein Schiffscontainer den Wagen. Bis der neuneckige Pink Point-Kiosk, den wir heute kennen, von Marianne Meinema entworfen und 2003 offiziell enthüllt wurde. Die ursprüngliche Idee kam unter anderem von Richard Kaldoulis, auch bekannt als die Dragqueen Jennifer Hopelezz, der zusammen mit anderen Freiwilligen beim Aufbau mithalf. Nachdem ein Freund, der den Pink Point vor mir besessen hatte, verstorben war, bin ich eingesprungen und habe die Erlaubnis der Stadt Amsterdam erhalten, ihn zu übernehmen. So wurde ich 2018 zum dritten Besitzer von Pink Point. Ich fühle mich glücklich und stolz, in dieser Position zu sein.
Warum wurde das Homomonument in Amsterdam errichtet?
Stefaan: Eine interessante Frage, die einen kurzen historischen Umweg erfordert. Jedes Jahr auf dem Dam findet am Nationaldenkmal die Nationale Gedenkfeier (Dodenherdenking) statt, bei der der König, die Königin, das Parlament und weitere Anwesende zusammenkommen, um an die dunkle Periode in der Geschichte des niederländischen Volkes zu erinnern. Lange Zeit wurden Schwule und die queere Community nicht explizit als Opfergruppe der Nazis anerkannt, obwohl homosexuelle Menschen in Nazideutschland deportiert, inhaftiert und getötet wurden. Es gab sogar einen exemplarischen Vorfall am 4. Mai 1970, als schwule Männer, die einen Kranz niederlegen wollten, um an queere Geschichte zu erinnern, weggeschickt, eigentlich eher weggedrängt wurden. Das war der Moment, in dem die Idee geboren wurde, einen eigenen Ort für uns zu schaffen – eine Anlaufstelle für unsere LGBTQ+-Community, um derer zu gedenken, die vor uns kamen und gestorben sind.
Wie erklärst du Menschen, die das Denkmal zum ersten Mal besuchen, seine Bedeutung?
Stefaan: Viele fragen uns oft: „Wo ist die Statue?“ Aber es gibt keine Statue. Sie wurde bewusst so gestaltet, dass sie nicht aufdringlich wirkt. Sie ist einfach da. Und wir nennen sie ein lebendiges Denkmal, weil sie einfach Teil der Stadt ist, so wie unsere Community, die queere Community, es ist und sein sollte. Das Homomonument besteht aus drei pinken Granitdreiecken, die zusammen ein größeres Dreieck bilden. Diese spezielle Form bezieht sich auf ein Symbol aus der Zeit des Nationalsozialismus. Als homosexuelle Menschen in die Konzentrationslager deportiert und im Dritten Reich ermordet wurden, mussten sie ein rosa Dreieck auf der Brust und an der Hose tragen, damit sie in den Lagern als homosexuell erkennbar waren. Die drei Granitdreiecke sind jedoch so angeordnet, dass eines über dem Kanal schwebt und zum Dam Square zeigt, was die Gegenwart repräsentiert. Das zweite zeigt auf das Anne-Frank-Haus und steht für die Vergangenheit, denn wir dürfen niemals vergessen, was sich im frühen 20. Jahrhundert zugetragen hat. Und das dem Pink Point nächstgelegene Dreieck weist zur Rozenstraat, wo früher die Zentrale des COC stand, der Organisation, die sich für die Rechte schwuler Menschen einsetzt. Wenn du von oben darauf schaust, erkennst du ein großes Dreieck.
Welche Frage wird am Pink Point am häufigsten gestellt?
Stefaan: Du glaubst es kaum, aber die Frage lautet: „Wo ist das Anne-Frank-Haus?“ Abgesehen davon und mehr über das, was ich mache, kommt noch die Frage: „Welche großen Events finden heute Abend statt?“ Die Leute denken immer noch, dass Amsterdam eine Mega-Event-Stadt sei. Also, in gewisser Weise sind wir das schon, aber nicht jeden Tag der Woche. Wir haben nicht jeden Tag Veranstaltungen in Amsterdam. Das ist die häufigste Frage. Oft ist das aber nur ein Gesprächseinstieg. Also hole ich die Karte raus, frage, wohin sie wollen, und dann fangen wir an zu reden. Besonders jetzt, während der Pride, bringen die Leute auch Flyer mit, fragen nach Veranstaltungen und teilen ihre Erfahrungen. Wir haben eine ganze Wand voller queerer Veranstaltungshinweise, Karten und Materialien aus der Community.
Hattest du Momente am Pink Point, die dich besonders berührt haben?
Stefaan: Ja, viele. Ein Moment, der mich immer berührt, ist, wenn Eltern mit ihren Kindern hereinkommen. Die Kinder verstehen oft nicht, was gerade passiert, aber die Eltern wollen ihnen zeigen, dass es okay ist, anders zu sein. Das berührt mich sehr. Und dann sind da Besucher:innen aus Ländern, in denen es gefährlich, verboten und strafbar ist, queer zu sein. Sie fragen: “Kann ich in Amsterdam Händchen mit meinem Partner:in halten?” Und ich antworte: “Im Zentrum Amsterdams, ja. Aber pass auf dich auf. Aber im Allgemeinen bist du sicher.” Ihre Geschichten zu hören und ihr Bedürfnis nach Sicherheit zu spüren, hinterlässt immer einen Eindruck. Gleichzeitig macht es mich stolz, in Amsterdam zu leben.
Welche Informationen und Merchandise‑Artikel gibt es am Pink Point Amsterdam?
Stefaan: Am Anfang des Pink Points hatten sie nur ein paar Dinge, vor allem Broschüren und Ähnliches. Es ging damals mehr darum, Informationen zu teilen und mit Besucher:innen ins Gespräch zu kommen. Es hieß Pink Point of Presence. Jetzt, mitten in der Pride in Amsterdam, mit vielen Veranstaltungen, ist das ein sehr beliebter Treffpunkt für queere Menschen. Manche bringen Sachen mit, wie Flyer und Poster, und versuchen, so viel wie möglich zu verteilen. Das passt natürlich zum Zweck des Pink Points. Neben einer Wand mit den aktuellsten Flyern und allem, was mit Events und Queerness zu tun hat, biete ich ein vielfältiges Sortiment an Regenbogen-Merchandise an, von Postkarten über Magneten und queeren Porzellanfiguren bis hin zu allen möglichen Pride-Flaggen. Aber einer meiner meistverkauften Artikel, der Bestseller, ist der große Regenbogen-Willy. Die Leute lieben ihn. Manche nehmen ihn sogar als Kissen für ihren Heimflug mit!
Warum glaubst du, dass Pink Point heute noch relevant ist?
Stefaan: Obwohl die LGBTQ+-Community das Symbol des rosa Dreiecks zurückerobert hat, dürfen wir die Vergangenheit nicht vergessen. Gerade heute sind Aufklärung, Fakten und Informationen wichtiger denn je. Und wir brauchen eine sichtbare queere Community sowie sichere Räume. Ich sehe auch, dass sich die ganze Welt verändert hat und die Allianzen verschoben wurden. Konkret habe ich das Gefühl, dass Menschen eher gegen LGBTQ+-Rechte sind. Und das ist mir auch hier aufgefallen. Leute, die vorbeigehen und mich beschimpfen. Das passiert häufiger als früher. Aber der Pink Point Amsterdam und das Homomonument sollen Teil der Stadt sein, genau wie unsere [queer] Community. Es ist ein lebendiges Denkmal, gedacht fürs Protestieren, Singen, Tanzen und Feiern queerer Kultur. An geschäftigen Veranstaltungstagen bin ich meist eingezäunt, doch Pink Point ist trotzdem Teil davon. Ich helfe aus, stelle Strom bereit und beantworte Fragen. So meine ich es, wenn ich von einem lebendigen Denkmal spreche. Ich arbeite für die Community, mit der Community und in der Community. Ich bin jeden Tag hier, bis auf einen freien Tag. Die Arbeit ist wichtig.
Lieber Stefaan, vielen Dank für deine Zeit, deine Geschichten und dafür, dass du deine Einblicke in diesen wichtigen Teil der LGBTQ+-Geschichte Amsterdams geteilt hast.
Das Interview ist Teil unserer Blogserie auf Couple of Men, in der wir LGBTQ+-geführte Unternehmen vorstellen, insbesondere solche, die von queeren Paaren wie uns geführt werden. Hier erfährst du mehr über unsere Kampagne!
Daan & Karl.
Dieses Interview wurde leicht redigiert, um die Länge und Verständlichkeit zu verbessern.


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Spartacus aus Berlin zeigt LGBTQ+-Reisenden, wie queerfreundlich ein Urlaubsort ist, auf Basis verschiedener Rankings und Kriterien.
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LGBTQ+-freundliche Unterkünfte in der Nähe des Homomonuments
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W Amsterdam ★★★★★
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Warum Pink Point & Homomonument wichtig sind: damals, heute und für WorldPride 2026
Für uns ist das Homomonument ein Wahrzeichen und zugleich eine stetige Erinnerung. An jene, die vor uns kamen. Daran, warum Pride wichtig ist. Daran, wie weit wir schon gekommen sind und wie viel weiter wir noch gehen müssen.
Egal, ob du Amsterdam zum ersten Mal besuchst oder für WorldPride 2026 zurückkommst: Nimm dir Zeit für diesen Ort.
Mach einen Abstecher zum Pink Point. Stell dich ans Dreieck. Lass die Glocken der Westerkerk in deinen Ohren läuten und lass die queere Geschichte in dir mitschwingen.
Gefällt es dir? Pinne es!

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